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DTP-Lexikon B
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Barock-Antiqua
Schriftklasse III von DIN 16518; Klasse von Antiquaschriften, die zwischen
der Renaissance-Antiqua und der Klassizistischen Antiqua stehen (daher auch
Antiqua des Übergangsstils). Kennzeichen: klarerer Strichstärkenkontrast
senkrechter und waagrechter Linien, fast senkrechte Achsneigungen der Rundungen.
Nach ihrem Vorbild schuf Stanley Morison 1932 die Times New Roman für die
Zeitung The Times. Im DTP eine der am häufigsten benutzten Schriften.

Belichter
Ein Gerät zur Aufzeichnung von digitalen Daten auf Filmen, Platten oder
Druckmaschinen mit Hilfe eines oder mehrerer intermittierender Lichtstrahlen.
Bei einem Außentrommelbelichter wird der Film oder die Druckplatte auf eine
Trommel gespannt. Während der Belichtung dreht sich die Trommel und die
Belichtungseinheit bewegt sich horizontal. Bei einem Innentrommelbelichter wird
das Material im Inneren der Trommel aufgespannt. Die Belichtung erfolgt durch
einen rotierenden Spiegel, der den Strahl auf die Platte/den Film leitet. Bei Kapstanbelichtern
wird das Filmmaterial mittels Transportwalzen an dem Laserstrahl
vorbeigeführt.

Kapstanbelichter (Schema), Quelle: PublishingPraxis 5/99

Innentrommelbelichter (Schema), Quelle: PublishingPraxis 7-8/99

Beschnitt
Normalerweise wird in etwas größerem Format gedruckt. Die Bögen werden
dann ringsum beschnitten. Vor allem bei randabfallendem Druck (angeschnittenes
Format) ist Beschneiden unumgänglich. Den abzuschneidenden Teil nennt man
Beschnitt.

Bézier-Kurven
Das Verfahren zum Zeichnen von Kurvenzügen und Flächen mit dem Computer
basiert auf einem vom französischen Mathematiker Pierre Bézier entwickelten
Algorithmus. Die Stützpunkte (auch Ankerpunkte) und Steuerpunkte werden durch
(gedachte) Polygonseiten verbunden. An diese nähert sich eine darzustellende
Kurve an. So gibt die Polygonform annäherungsweise die Form der Kurve wieder.
Die Steuerpunkte halten zudem den Kurvenzug in seiner Bahn.
Die Gestalt einer kubischen Bezier-Kurve wird durch den Start-
und Endpunkt (Punkt 0 bzw. 3) und durch die Bézier-Kontrollpunkte außerhalb der
Kurve (Punkte 1 und 2) bestimmt. Für Mathematiker: Eine Bezier-Kurve ist eine
kubische Kurve, die jedoch eine Überschneidung zulässt. Die im obigen Beispiel
gestrichelten Geraden von Punkt 0 nach Punkt 1 sowie von Punkt 2 nach Punkt 3
bilden Tangenten durch Anfangs- bzw. Endpunkt der Bézier-Kurve. Das Polygon,
welches durch die vier Punkte gebildet wird, schließt immer die Bezier-Kurve
vollständig ein (rubberband). Näheres dazu in: Foley et al.: Computer
Graphics, Addison-Wesley 1990, pp 488.

Bildauflösung >
Auflösung
Bildkompression
Um Digitalbilder platzsparend zu speichern, werden die Daten komprimiert. Die
eingesetzten Komprimierungsverfahren führen jedoch häufig zu einer mehr oder
weniger starken Verschlechterung der Bildqualität.

Bildpunkt > Pixel

Bit
Abkürzung für: Binary digit. Kleinste Informationseinheit eines binären
(dualen) Systems, die aus nur zwei Zuständen besteht, z.B. Ja oder Nein, 1 oder
0 (digitale Technik).

Bitmap
Ein digitalisiertes Bild, das in einem Raster von Pixeln dargestellt wird. Die
Farbe jedes einzelnen Pixels wird durch eine bestimmte Anzahl von Bits
definiert.

Bittiefe
Die Anzahl der verwendeten Bits zur Wiedergabe jedes einzelnen Pixels in einem
Bild. Sie bestimmt den Farb- bzw. Tonwertumfang.

Blindprägung
Sonderdruckverfahren, bei dem eine Gravur und als Gegenform eine Matritze
unter hohem Druck eine Prägung im Papier erzeugen. Man unterscheidet
Hochprägungen (erhabenes Motiv), Tiefprägungen (vertieftes Motiv), mehrstufige
Prägungen (verschiedene Ebenen) und Reliefprägungen (räumlicher Effekt mit
dreidimensionalen Verläufen).

Blindtext
Willkürlich abgesetzter Schneidetext, der in das Layout einmontiert wird und
Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand und Umfang des vorgesehenen Textes
simuliert.

Blitzer
Differenzen (Weißstellen) im Passer mehrfarbiger Druckprodukte oder bei
Schneidefehlern an angeschnittenen Flächen oder Bildern.

Blocksatz
Zeilen links und rechts bündig ausgerichtet.

Bogenmontage
Montage der Filmteile für eine Druckform.

Bounding-Box
Imaginärer Rahmen zur Referenzierung von Bildern / Objekten in
Seitenbeschreibungssprachen und Grafikapplikationen.

Breitbahn
Abkürzung: BB. Kennzeichnung eines Druckbogens, der aus der Breite der
"endlosen" Papierbahn (Rolle) geschnitten wurde. Die kürzere Seite des Bogens
liegt parallel zur hauptsächlichen Ausrichtung der Papierfasern, Laufrichtung
bzw. Maschinenrichtung (M) genannt.
Beispiele für Formatangaben: 61 cm x 86 cm BB; 61 M x 86.

Broschur
Broschuren sind mehrseitige, geheftete Druckprodukte mit und ohne Umschlag.
Im Gegensatz zu einem Buch besteht der Umschlag einer Broschur aus gleichartigem
Material wie der Innenteil oder aus Karton. In der Regel ist der Umschlag
bedruckt. Bindetechnik ganz auf eine kostengünstige, rationelle, maschinelle
Produktion. Einzelne Blätter bilden den Innenteil von Einzelblattbroschuren. Bei
einlagigen Broschuren sind alle (Doppel-) Blätter des Innenteils
ineinandergesteckt bzw. gesammelt und durch eine Rückstichheftung mit Draht oder
Faden geheftet. Bei mehrlagigen Broschuren werden einzelne Falzbogen, sogenannte
Lagen, hintereinander in richtiger Reihenfolge zusammengetragen. Geheftet wird
nur noch bei einfachen Produkten mit Draht seitlich durch den Rücken. Alle
anderen Produkte werden mit Faden, durch Fadensiegeln (beim Falzen) oder vor
allem mit der Klebebindung geheftet. Der Umschlag mehrlagiger Broschuren ist in
der Regel zwei- oder vierfach gerillt.

Broschüre
Kleine Druckschrift. Nicht periodisch erscheinende Druckschrift mit bis zu
48 Seiten mit einem Papier- oder Kartonumschlag.

Buntheit
Kennzeichnung für den Grad der Farbigkeit unter Berücksichtigung der
Helligkeit. Die helligkeitsabhängige Farbigkeit heißt Sättigung. Bei gleicher
Buntheit nimmt die Sättigung mit abnehmender Helligkeit zu.

Bund
Bei Büchern und Broschüren der Raum in der Mitte.

Buntaufbau
Reprotechnischer Fachbegriff für ein Verfahren zur Herstellung von
Farbsätzen. Alle Ton- und Farbwerte entstehen prinzipiell durch Teilmengen der
subtraktiven Grundfarben Cyan (C), Magenta (M) und Gelb (Y = Yellow). Eine
beliebige Mischung aller drei Grundfarben ergibt Tertiärfarben. Bei gleichem
Mischungsverhältnis neutralisieren sich die Grundfarben zu Unbuntwerten vom
hellem Grau bis zum Schwarz. Zu Unterstützung der Unbuntwerte ist bei realen
Druckfarben zusätzlich die Druckfarbe Schwarz zu drucken, um die notwendige
Bildtiefe zu erreichen. Um eine höhere Stabilität in der Farbführung
(Graubalance) zu erreichen, wird der reine Buntaufbau modifiziert. > UCR, >
Unbuntaufbau.

Buntton
Identisch mit dem Begriff Farbton; wird in der offiziellen
Farbmetrik-Terminologie dem Begriff Farbton vorgezogen.

Büttenpapier
Papier mit ungleichmäßigem Rand. Bei echtem Büttenpapier entsteht der
Rand beim Schöpfen mit dem Papiersieb. Bei unechtem Büttenpapier wird der Rand
durch Stanzen imitiert.

Byte
EDV: Zusammenfassung von 8 Bits als kleinste adressierbare Speichereinheit.
Mit 8 Bits oder 1 Byte sind 28 = 256 alphanumerische Zeichen darzustellen.
Weitere Größen: 210 Byte = 1024 Byte = 1 KB (Kilobyte); 210 KB = 1024 KB = 1 MB
(Megabyte).

Letzte Änderungen:
2004-11-08
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