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DTP-Lexikon C
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CCITT Gruppe 3/4
Diese Bildkomprimierungsverfahren stammen aus dem Faxbereich; CCITT ist die
Abkürzung für Comité Consultatif International Télégraphique et
Téléphonique. Die Verfahren beruhen auf der Huffmann-Kodierung, die
ebenfalls eine Abwandlung des Runlength-Verfahrens ist. Das Verfahren ist
speziell für Schwarzweiß-Bilder optimiert worden und kann auch nur auf solche
angewandt werden. CCITT 4 komprimiert in etwa doppelt so stark wie CCITT 3. In
PostScript und PDF werden die CCITT-Verfahren unterstützt, in TIFF hingegegen
nicht. Die Kompressionsmethode wird sehr oft beim Einlesen von Farbauszugsfilmen
mit Copy-Dot-Scannern eingesetzt. Auch in PDF-Dateien werden Bitmap-Bilder
häufig mit CCITT Gruppe 4 komprimiert, da Acrobat Distiller diese Methode
standardmäßig an Bitmaps anwendet.

CCR/GCR
Complementary Color Reduction / Gray Component Replacement. Die
Komplementärfarbenreduktion (CCR) ist die Verringerung der
Komplementärfarbanteile in einer Mischfarbe (Tertiärfarbe) mit einstellbarer
bzw. wählbarer Stärke und Wirkung im gesamten Farbraum. Dabei werden die
Grauanteile der Mischfarbe bestimmt. Primärfarben der subtraktiven Mischung
werden teileise oder ganz entfernt und durch Schwarz ersetzt. Der Begriff GCR
(Ersatz der Graukomponente) wird neuerdings verwendet. Das Verfahren dient der
Stabilisierung von Tertiärfarbenmischungen in der Drucktechnik.

Chromopapier und -karton
Holzstofffreie (auch: holzfreie) oder holzstoffhaltige (auch: holzhaltige)
Papiere und Kartons, die in der Regel einseitig gestrichen sind. Es wird ein
wasserfester Strich zur Beschichtung verwendet, der entsprechend den speziellen
Anforderungen an das Endprodukt (z. B. gute Eignung für den Offsetdruck, Präge-,
Lackier- und Bronzierfähigkeit) zusammengesetzt ist. Chromopapier wird
überwiegend für Etiketten, Einwickler und Bezugspapiere, Chromokarton für
Faltschachteln, Schaukartons (Displays), Werbedrucke für Dekorationen,
Schallplattenhüllen, Buch- oder Broschureneinbände eingesetzt.

CIE L*a*b
Von der Commision International de l’Eclairage (Internationale
Beleuchtungskommission) 1976 festgelegter Farbraum, der besonders für die
Bewertung von Farbunterschieden (Delta-E-Werte) geeignet ist und im Rahmen des
Color Managements als geräteunabhängiger Umrechnungs- und medienneutraler
Basisfarbraum verwendet wird; es bedeuten L = Helligkeit, a =
Rot-Grün-Chrominanz und b = Gelb-Blau-Chrominanz (Farbinformation), aus denen
die intuitiven Farbmerkmale Farbton h und Buntheit C abgeleitet werden.

Cicero
Typografische Maßeinheit: 1 Cicero = 12 Punkt (= 4,51 mm).

CIELUV (Auch CIE 1976 L*u*v) Ein ebenfalls
1976 definierter Farbraum, der sich für die Farbspezifikation in der additiven
Farbmischung (z.B. Fernsehen) oder bei zusammengesetzten Farben eignet. L steht
für Helligkeit, U für den Rot-Grün-Wert, V für den Gelb-Blau-Wert.

Clipping
Die Umwandlung aller Tonwerte, die heller als eine bestimmte Graustufe sind, in
Weiß bzw. aller Tonwerte, die dunkler als eine bestimmte Graustufe sind, in
Schwarz, was einen Verlust an Detailschärfe zur Folge hat. Dies gilt auch für
die einzelnen Kanäle in einem Farbbild.

CMYK
Cyan, Magenta, Yellow, Key. Subtraktiver Farbaufbau aus Cyanblau, Magenta, Gelb
und Schwarz, aus dem der herkömmliche Vierfarbendruck aufgebaut ist. CMY sind
die primären Farben im subtraktiven Farbmodell.


Color-Management-System (CMS)
Software, die entweder auf Betriebssystemebene oder im Rahmen von
Anwendungsprogrammen dafür sorgt, dass die Ausgabe in möglichst hohem Maß der
Bildschirmdarstellung und der gescannten Vorlage entspricht. Ein CMS korrigiert
die Farbverfälschungen, indem es die Daten in einen geräteunabhängigen
Farbraum definiert und sie in den gerätespezifischen umrechnet. So kalibriert
ein CMS beliebige Publishingsysteme, das heißt, es stimmt Eingabe- und
Ausgabeeinheiten aufeinander ab.

Computer to Film (CtF)
Bebilderung eines Seitenfilms oder auch von zu Druckformen ausgeschossenen
Seitenfilmen mit digitalen Daten.

Computer to Plate (CtP)
Bebilderung einer permanenten Druckform mit digitalen Daten außerhalb der
Druckmaschine mit hierfür speziell geeigneten Einrichtungen.

Computer to Press
Bebilderung einer permanenten Druckform mit digitalen Daten innerhalb der
Druckmaschine.

Copy-Dot-Funktion
Methode zur punktgenauen Wiedergabe von Filmvorlagen. Hochauflösende Scanner
erfassen dabei die Farbauszüge und wandeln sie in Bitmap-Daten um. Innerhalb
eines rein digitalen Arbeitsablaufs mit digitaler Plattenbelichtung oder
digitalem Druck lassen sich auf diese Art und Weise zum Beispiel als Filme
vorliegende Anzeigen in den Workflow integrieren.

Letzte Änderungen:
2004-07-14
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