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DTP-Lexikon D
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Datenkomprimierung
Verdichtung von Datenpaketen wie z.B.
großen Bilddateien, die durch bestimmte Algorithmen zum Zweck der Verringerung
von Übertragungszeiten und Einsparung von Speicherplatz komprimiert werden.
Durch diesen Prozess können Datenpakete von »unwichtigen«, unnötigen
oder sich wiederholenden Daten befreit und später wieder als »volle«
Datei rekonstruiert werden.

Delta-E-Wert (DE)
Maß für einen Farbunterschied, z.B. bezüglich der Wiedergabe eines Farbtons
in Vorlage und Druck, in Proof und Druck oder in aufeinanderfolgenden Drucken;
in der grafischen Industrie werden die 1976er CIELAB-Formel, das
2°-Gesichtsfeld und ein Tageslicht mit 5000 Kelvin zugrundegelegt; die
Delta-E-Werte bedeuten 0 bis 0,2 »nicht wahrnehmbar«, 0,2 bis 0,5 »sehr gering«, 0,5 bis 1,5
»gering«, 1,5 bis 3,0 »deutlich«, 3,0 bis 6,0 »mittel« und über 6,0 »groß,
stark«.

Densitometer
Gerät zur Messung der Schwärzungen fotografischer Schichten bei der
Qualitätskontrolle und der Belichterkalibrierung sowie zur Erfassung des
Dichteumfanges von fotografischen Vorlagen. Meßwert ist die Dichte. Dichte
= lg. Wert der Opazität bzw. der Absorption.

Desktop Publishing (DTP)
Heute auch Electronic Publishing genannt, bedeutet sinngemäß das »Drucken
auf dem Schreibtisch«. Möglichkeit zur Text-, Grafik- und Bildverarbeitung mit
geeigneten Personalcomputern und Programmen (Software), einem Scanner zur
Eingabe von Bildern sowie zur Ausgabe einen Laserdrucker. Komplette Druckseiten
(Ganzseiten) sind am Bildschirm mit vorhandenen Texten (erfasst mit einem
Textverarbeitungsprogramm), mit Grafiken (elektronisch gezeichnet mit einem
Paintprogramm oder über Scanner eingelesen) und Bildern (erfaßt im Scanner und
mit Bildbearbeitungsprogrammen bearbeitet) zu gestalten. Dazu werden
Layoutprogramme eingesetzt. Professionelle Systeme setzen zur Ausgabe Belichter
und andere High-End-Systeme in verschiedenen Technologien (Computer-to-film,
Computer-to-plate, Computer-topress u.a.) ein.

Dickte
Zeichenbreite.

Digitaler Druck
Vom Ansatz her beruht der digitale Druck auf einfachen Prinzipien: Die
Druckmaschine erhält die Daten über eine Workstation, in der Regel über einen
RIP. Die verarbeiteten Daten werden wie beim Laserdruck direkt auf die
Form/Trommel geschrieben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Drucksystemen, bei denen
das Papier mit dem Druckmedium (das Gummituch beim Offsetdruck bzw. der
gravierte Zylinder beim Rollentiefdruck) in Berührung kommt, findet bei
Kopierern, Laser- und Tintenstrahldruckern diese Berührung nicht statt. Im
Einzelnen unterscheiden wir die folgenden digitalen Druckverfahren:
1. Thermodruck:
Beim Thermodruck werden farbige Wachsfolien erwärmt, die auf Spezialpapier
aufgeschmolzen werden. Die in diesem Verfahren verwendete Walze besteht aus
aufeinanderfolgenden dünnen Folien in Seitengröße, die sich aus Wachspigmenten
zusammensetzen. Diese Folien stellen komplette Seiten für jede Hauptfarbe dar (Cyan,
Magenta, Gelb und Schwarz). Der Thermodruckkopf besitzt Tausende einzeln
steuerbarer Elemente, die auf 70 bis 80 Grad Celsius erhitzt werden und winzige
Punkte aus farbigem Wachs auf das Papier aufbringen.
2. Sublimationsdruck:
Der Farbsublimationsdruck ist eine neue Technologie, die auf einem ähnlichen
Prinzip aufbaut wie der Thermodruck. Allerdings werden die Druckelemente auf
Temperaturen von bis zu 400 Grad Celsius erhitzt. Während beim Thermodruck die
Farbschicht auf die Papieroberfläche aufgebracht wird, führt das
Sublimationsverfahren zu einer Durchdringung des Papiers. Dadurch können
gleichzeitig verschiedene Abstufungen der Farbintensität und gleitende
Farbübergänge erzielt werden. Durch das Erhitzen wird die Tinte direkt vom
festen in den gasförmigen Aggregatzustand gebracht, ohne erst zu verflüssigen.
Dieser Prozess wird Sublimation genannt. Um das Farbbild zu erzielen, werden die
verschiedenen Farben gemischt, und das beim Erhitzen der Farbe entstehende Gas
verbindet sich mit den chemischen Stoffen im Papier. Die Farbsublimation
ermöglicht hochwertige Reproduktionen, insbesondere beim Druck von Fotografien
oder gleitenden Farbübergängen. Um diese erstklassige Qualität zu erhalten, muss
jedoch Papier mit einer besonderen Oberflächenbeschichtung verwendet werden.
3. Tintenstrahldruck:
Der
Tintenstrahldruck basiert auf einer Vorrichtung, die winzige Tintentropfen
erzeugt und (mittels elektrischer Felder) an der gewünschten Stelle platziert.
Das Gerät sendet entweder einen intermittierenden Strahl aus, der sich nach dem
Vorhandensein von bildtragenden und bildfreien Flächen richtet, oder einen
durchgängigen Strahl, bei dem die Tinte in nicht zu bedruckenden Bereichen in
einen Auffangbehälter umgeleitet wird. Dieses Verfahren ermöglicht somit den
Schwarzweiß- und den Farbdruck. Bei dieser Druckmethode unterscheiden sich die
verschiedenen Technologien besonders hinsichtlich der Art und Weise, wie der
Fluss der mikroskopisch kleinen Tropfen erzeugt und gelenkt wird. Es gibt vier
Grundtechniken: Durchgängiger Tintenstrahl, nicht-durchgängiger Tintenstrahl,
Strahl mit Pigmenttinte und Tintenstrahl mit fester Tinte.
3a. Verfahren mit durchgängigem
Tintenstrahl
Das Sweet-System: Im Sweet-System wird
die flüssige Tinte durch eine Düse aus der Tintenpatrone gepumpt, und die
mikrofeinen Tropfen werden analog zur Frequenz der elektrischen Signale
gebildet. Gleichzeitig werden sie durch einen kleinen Tunnel gesprüht, in dem
sie elektrisch aufgeladen werden. Wie stark die elektrostatische Ladung ist,
wird durch den Computer vorgegeben, der die einzelnen Tintentröpfchen auf die
Druckfläche dirigiert. Erhält ein Tropfen keine elektrostatische Ladung, bewegt
er sich in gerader Linie fort, trifft auf eine Abdeckung und wird in einen
Auffangbehälter umgeleitet.
Das Hertz-System: Im Hertz-System werden die mikrofeinen Tropfen
durch das Sprühen von Tinte unter hohem Druck erzeugt. Das System ist langsamer,
bietet jedoch ausgezeichnete Qualität und eine hohe Auflösung. Allerdings sind
die Betriebskosten hoch.
3b. Verfahren mit nicht-durchgängigem
Tintenstrahl
Diese Methode wurde von Kyser und Sears entwickelt. Die Tintentröpfchen
werden nur erzeugt, wenn sie für den Druck benötigt werden. Es werden also keine
unbenutzten Tröpfchen im Auffangbehälter gesammelt.
3c. Verfahren mit Pigmenttinte
Dieses Verfahren zählt zur Drop-on-Demand-Technologie. Hier werden keine
mikrofeinen Tropfen erzeugt, sondern Partikel trockener Pigmente
hinausgeschleudert, die sich aufgrund der hohen Auswurfgeschwindigkeit sowie der
Kondensation der gleichzeitig ausgestoßenen Bindemitteldämpfe mit dem Papier
verbinden.
3d. Verfahren mit fester Tinte (solid ink
jet)
Diese Technologie verdankt ihren Namen der Tatsache, dass mit Tinte
gearbeitet wird, die ihren Aggregatzustand von fest nach flüssig und zurück zu
fest verändert, wenn sie geschmolzen und auf das Papier gesprüht wird. Die
Technologie der Aggregatzustandsveränderung bietet gegenüber dem Verfahren mit
flüssigem Tintenstrahl eine Reihe von Vorteilen, weil die Tinte nicht vom Papier
absorbiert wird. Es ist daher möglich, auf praktisch jede beliebige Oberfläche
zu drucken und gleichzeitig die Leuchtkraft der Farben zu erhalten.
4. Elektrofotografie/Xerografie
Das System bedient sich ähnlicher Druckkomponenten wie elektrostatische
Kopiergeräte, in denen der Träger (Trommel oder Metallplatte) mit einem
lichtdurchlässigen Material beschichtet und vollständig durch ein
Kronen-Ladegerät geladen wird. Danach wird der Träger belichtet, wodurch die
Ladung der bildfreien Flächen rückgängig gemacht wird. Die (elektrostatisch
geladenen) bildtragenden Bereiche ziehen Partikel der pulverförmigen Tinte
beziehungsweise des flüssigen Toners an, die dann durch Wärme auf den
Druckuntergrund aufgebracht und fixiert werden. Der Zylinder wird anschließend
wieder aufgeladen und ist für eine neue Belichtung bereit.

Digitalproof
Die Herstellung von Seitenandrucken direkt anhand gespeicherter digitaler Daten
ohne Filmauszüge. Beispiele hierfür sind Laser-, Tintenstrahl-,
Thermotransfer- und Farbsublimationsausdrucke.

DIN-Formate
Genormte Größen der im Geschäfts- und Behördenverkehr benutzten Papiere und
Kartons. Überwiegend eingesetzt werden Formate der DIN-A-Reihe. Ausgangsformat
ist der Bogen im Format DIN A0 in der Größe 841 mm x 1189 mm (ca. 1 m²). Durch
das Halbieren der langen Seite ergibt sich jeweils das nächstkleinere
DIN-Format.

Dithering
Das nach bestimmten Algorithmen vorgenommene Zerlegen eines elektronisch
gespeicherten Halbtonbildes in zufallsverteilte Rasterbilder (Streuraster;
frequenzmodulierter Raster oder FM-Raster); im Druck werden FM-Raster
insbesondere für die Wiedergabe schwieriger Sujets mit feinen Details
(Textilien, Teppiche, Möbel etc.) gewählt, »gedithert« wird aber
auch, wenn die Grafikkarte nicht in der Lage ist, eine ausreichend hohe
Auflösung zu bieten, um am Bildschirm alle Graustufen und/oder Farben
darzustellen; durch dichtes Aneinandersetzen andersfarbiger Bildpunkte (z.B.
gelber und blauer) wird beim Dithern die Illusion einer bestimmten Farbe (z.B.
Grün) erweckt.

Dot
Kleinstes auf Ausgabegeräten (d.h. Druckern oder Belichtern) darstellbares
grafisches Element; die Auflösung des Ausgabegerätes (dots per inch, dpi) ist
unabhängig von der Auflösung des Eingabegerätes, welches eine
Halbtonauflösung (pixels per inch, ppi) liefert; aus den Dots setzen sich
wiederum die Rasterelemente (quadratische, elliptische, kreisförmige Punkte)
mit einer bestimmten Rasterweite (lines per inch, lpi) zusammen.

Downsampling
Reduzierung der durch den Farbscanner
bestimmten Bit-Tiefe einer Bilddatei zwecks Anpassung an die zumeist geringere
Bit-Tiefe des Ausgabegerätes; typisch ist die Reduzierung von 10 bis 16 Bit je
Farbkanal R, G, B des Scanners auf 8 Bit je Farbkanal C, M, Y, K des Belichters;
mit dem 1997 eingeführten PostScript 3, das eine 16-Bit-Rasterung unterstützt,
können dadurch verursachte Qualitätsverluste vermieden erden.

dpi (dots per inch)
Punkte (Pixel) pro Zoll.
– Maßeinheit für die Ausgabeauflösung von Druckern,
Belichtern oder Bildschirmen. Bildschirme lösen im allgemeinen mit 72 dpi auf,
Laserdrucker zwischen 300 und 1800 dpi, Belichter zwischen 600 und 12000 dpi,
Scanner bis hin zu 11000 dpi; hohe Auflösung bedeutet großes Datenvolumen.
– Maß für Rasterweite, im DTP-Bereich üblich. Umrechnungstabelle in
metrische Einheiten (im klassischen Repro üblich):
30er Raster (metrisch): ca. 76 dpi
50er Raster (metrisch): ca. 127 dpi
60er Raster (metrisch): ca. 152 dpi
70er Raster (metrisch): ca. 177 dpi

Druckbogen
Der Druckbogen ist das Endprodukt der Seitenmontage und entspricht in der
Größe dem genutzten Papierformat respektive bei Rollendruckmaschinen den
beschnittenen Papierbahnen. Der Druckbogen dient beim Maschinenandruck als
Grundlage für die Bogenabnahme, das heißt für die letzte Prüfung, bevor eine
Auflage gedruckt wird.

Druckkennlinie
Die Druckkennlinie zeigt auf, wie weit der gedruckte Rasterpunkt von dem
Rasterpunkt auf der Kopiervorlage (Film) bzw. auf der Druckplatte abweicht.
Grafische Darstellung in einem Koordinatensystem, die die Tonwertzunahme als
Abweichung des Rastertonwertes im Druck FD vom Rastertonwert im Film FF
(Kopiervorlage) anschaulich aufzeigt. Diese Information ist bei standardisierter
Druckformherstellung und (im engeren Sinn) nur für eine ganz bestimmte
Druckmaschine gültig. Sie ist von vielen Parametern wie Druckdichte im Vollton
(Farbgebung), Drucktechnik, Bedruckstoff, Druckfarbe, Anpreßdruck abhängig.
Ermittelt wird die Druckkennlinie mit einer Raster-Grauskala als Film, die in
eindeutig definierten Stufen Rastertonwerte und eine Vollfläche wiedergibt. Die
Werte der Kopiervorlage und des dazugehörenden Druckbildes werden in einem
Diagramm eingetragen und durch eine Kurve miteinander verbunden. Die
Druckkennlinie ist ein eindeutiges Kommunikationsmittel zwischen den
Teilbereichen Reproduktionstechnik, Andruck und Druckproduktion (Fortdruck,
Auflagendruck). Arbeitswerte bei Produkten der einzelnen Teilbereiche
(Vorstufen) sind auf standardisierte Druckproduktionsbedingungen abzustimmen.

Druckkontrollstreifen
Vierfarbige genormte Präzisionsmess- und Druckkontrollstreifen, mit denen sich
Parameter wie Graubalance, Passgenauigkeit und Farbdichte in Proof und Druck
überwachen lassen. Sie werden als Referenz mitgedruckt.


Drucknutzen
Um das Papierformat besser ausnutzen zu können und um kostengünstiger und
schneller produzieren zu können, druckt man häufig in mehreren Nutzen. Dabei
sind auf einem Druckbogen mehrere Nutzen angeordnet, die dann erst beim
Beschneiden getrennt werden.

DTP
DeskTop Publishing. Begriff für die PC-basierte Herstellung von Publikationen
(Satz, Grafik, Bild).

Duplexdruck
Zweitondruck. So kann man z.B. durch Braun als Zusatzfarbe das Bild »wärmer«
machen.
+
=

z. B.: Schwarz + Pantone 144 CVC
= Duplex

Durchschuss
Zeilenabstand.

Letzte Änderungen:
2004-07-14
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