|
DTP-Lexikon L
A
B C
D E
F G
H I
J K
L M
N O
P Q
R S
T U
V W
X Y
Z 123
Lackieren
Druckprodukte durch einen farblosen Lackauftrag schützen und/oder veredeln.
Sehr hoher Oberflächenglanz ist beim Beschichten mit speziellen Lackiermaschinen
möglich. Dazu müssen die Druckfarben bestimmte Lackierechtheiten für die
entsprechende Lacksorte aufweisen. Kostengünstiger ist jedoch das direkte
Lackieren in Druckmaschinen. Möglich ist ein separater Druckgang; mehr und mehr
wird jedoch die In-line-Lackierung eingesetzt, d. h. nach dem Druck erfolgt
unmittelbar der Lackauftrag.

Laufrichtung
Bedruckstoffe: Die Laufrichtung, auch Maschinenrichtung genannt, ist die
Fließrichtung, in der das Papier durch die Papiermaschine läuft. Faserstoffe aus
dem dünnflüssigen Ganzstoff liegen durch die Bewegung des Langsiebes überwiegend
parallel zur Laufrichtung. Dies ist auch durch leichtes seitliches Schütteln des
Siebs nicht zu verhindern. Bei fertigem Papier wird die Richtung rechtwinklig
zur Laufrichtung Dehnrichtung genannt. Faserstoffe sind hygroskopisch, d. h. sie
nehmen Feuchtigkeit und quellen vor allem in der Faserbreite, kaum in der
Faserlänge. Kommen Papiere im Druck- und sonstigen Verarbeitungsprozess mit
Feuchtigkeit in Kontakt, so dehnt sich das Papier stärker in der Dehnrichtung
(Faserbreite) als in der Laufrichtung. Für die Auswahl und die folgende
Verarbeitung von Papier und Karton ist die Laufrichtung zu beachten, da der
Bedruckstoff in dieser Richtung meist eine größere Festigkeit bzw. Steifigkeit
sowie bessere Dimensionsstabilität (d. h. geringeren Papierverzug) aufweist.
Beispiel: Beim Werkdruck ist die Laufrichtung des Papiers so zu
wählen, dass der letzte Falz parallel zum Buchrücken liegt. Der Bogen lässt sich
problemloser falzen, es gibt keine Wellenbildung im Rücken nach dem Leimen und
einzelne Blätter lassen sich leichter aufschlagen bzw. umlegen. Rollenpapier hat
die Laufrichtung immer parallel zur Abrollrichtung. Bei Bogenpapieren
unterscheidet man nach dem Herausschneiden aus der Papierrolle Papier in
Breitbahn oder Schmalbahn.
- Breitbahn: Die kurze Seite des Bogens läuft parallel zur
Laufrichtung; die breitere Seite wurde aus der laufenden Papierrolle
geschnitten. Kennzeichnungsbeispiele: 61 cm x 86 cm BB (Breitbahn) oder 61 M x
86 (Angabe cm entfällt, M = Maschinenrichtung)
- Schmalbahn: Die lange Seite läuft parallel zur Laufrichtung;
die schmalere Seite wurde aus der laufenden Papierbahn geschnitten.
Kennzeichnungsbeispiele: 61 cm x 86 cm SB (Schmalbahn) oder 61 x 86 M.

Layer
Viele DTP-Softwares zerlegen Abbildungen oder Layouts in Layer, also
verschiedene Ebenen, auf denen sich unterschiedliche Bildteile oder
Gestaltungselemente befinden. Neuerdings lassen sich in einigen Programmen auch
Funktionen in Layern speichern. Auf diese Weise bleibt das Originalbild so lange
unverändert, bis das Programm die Bearbeitungsschritte aus allen Ebenen zur
Ausgabe zusammenrechnet.
LCH
Lightness/Chroma/Hue; in manchen Bildbearbeitungsprogrammen verwendete
Bedienoberfläche, die empfindungsgemäß und anschaulich nach Helligkeit,
Buntheit und Buntton aufgebaut ist.
Licht
Sichtbare Strahlung (Wellenlängenbereich 380–780 nm).
Linearschriften
Meist serifenlose Schriften, bei denen alle Striche dieselbe Breite haben.
Viele scheinbare Linearschriften (wie etwa die Futura) sind überarbeitet und
haben unterschiedliche Strichstärken.

Linksbündig
Zeilen an linker Kante bündig ausgerichtet.

Look Up Table
Die Tabelle von Farben, die ein Computer jeweils anzeigen kann. Der Computer
verwendet diese Tabelle, um die gewünschte Farbe näherungsweise aus dem
verfügbaren Farbumfang auszuwählen.
Lpi
Lines per ich. Linien pro Zoll. Maßeinheit, die die Rasterweite von
Halbtonbildern beim Druck angibt.

LZW
(Abk. für engl. Lempel Ziv Welch): Im Jahr 1977 von Lempel und Ziv
entwickelter und 1984 von Welch zur Verfügung gestellter
Kompressionsalgorithmus. Er nutzt die Tatsache aus, dass sich Redundanzen
überwiegend in sich wiederholenden Zeichenketten widerspiegeln.

Letzte Änderungen:
2004-07-14
|