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Der PDF-Export aus CorelDraw10
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Der PDF-Export aus der 10er Version hat sich gegenüber der
Vorgängerversion (9er-PDF-Export) an einigen Stellen
geändert.
Hier eine Anleitung zur Einstellung
eines PDF-Stils für den hochauflösenden Offsetdruck.
Es wird davon ausgegangen, dass in einer reinen
CMYK-Arbeitsumgebung gearbeit wird, d.h. dass alle Objekte (Vektor- wie
Bitmap-) als CMYK-Objekte vorliegen und bereits für den Offsetdruck
optimiert wurden.
Im immer dünner gewordenen Benutzerhandbuch von CorelDraw 10 sind
die PDF-Export-Optionen auf den Seiten 191-199 aufgelistet. (Mehr als
eine bloße Auflistung der Möglichkeiten [ohne Hintergrundinformationen]
kann man es nicht nennen.)
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1) Aber jetzt zu den
PDF-Export-Einstellungen. Über [Datei] [Als PDF freigeben] kommt
man zum Speichern-Dialog "Als PDF speichern". Über den Button
Einstellungen wird der neue PDF-Stil entwickelt. |

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2) Der Dialog [Als
PDF freigeben] öffnet sich, und auf der Registerkarte [Allgemein]
wird der vordefinierte Stil "PDF für Druckvorstufe" angewählt.
- Kompatibilität: Acrobat 4.0
einstellen. U. a. werden Farbverläufe zu "smooth shadings"
konvertiert. Die Grenze der 256 Graustufen bei Farbverläufen wird
aufgehoben, setzt allerdings bei der Ausgabe eine InRip-Separation auf
einem PostScript 3-Gerät voraus. Soll eine OnHost-Separation (das
ausgebende Programm separiert selbst) benutzt werden, so ist je nach
eingesetztem Programm mit Komplikationen zurechnen. Das soll aber den
CorelDraw-Anwender nicht stören, er möchte zunächst eine möglichst
"gute" PDF-Datei herstellen. |

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3) Auf der
Registerkarte [Objekte] ändern wir folgendes:
– Komprimierung: Nur ZIP zulassen (verlustfrei)
– Bitmap herunterskalieren: Alles deaktivieren (kann evtl. in der
Druckvorstufe angepasst werden)
- Schriften im Dokument einbetten:
Aktivieren
oder alternativ
- Allen Text als Kurven exportieren:
Aktivieren. Sicherste Methode, die Schriftzeichen weiterzugeben. Die
Anzeige im Acrobat Reader und die Ausgabe auf niedrigauflösenden Druckern
ist allerdings zu fett.
- Truetype in Type-1 konvertieren und Teilsatz der Type-1 Schriften:
Beides deaktivieren. Wenn es bei der Weiterverarbeitung der PDF-Datei mit
den TrueType-Schriften Probleme geben sollte, könnte man diese Option
einmal aktivieren.
- Teilsatz der Type-1-Schriften: Deaktivieren. Es sollen immer komplette
Zeichensätze eingebettet werden. Nur so ist gewährleistet, dass später
noch Korrekturen durchgeführt werden können.
Achtung:
CorelDraw (Version 9 + 10) bettet
Schriften nicht korrekt ein, wenn der Font automatisch
aktiviert wurde, z.B. durch den Adobe TypeManager. Es fehlen der PDF-Datei
dann z.B. die deutschen Umlaute und das ß! |

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4) Auf der
Registerkarte [Dokument] sind keine Änderungen notwendig. |

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5) Auf der
Registerkarte [Druckvorstufe] (gab es in der 9er Version nicht)
folgendes einstellen:
- Randanschnitt einschließen: Aktivieren (3,0 mm) Auch wenn keine Objekte
in den Anschnitt hineinragen, ist dieses nicht von Schaden.
- Druckermarkierungen: Kann alles deaktiviert sein. Das ausgebende
Separationsprogramm kann Schnittmarken automatisch hinzufügen, da
CorelDraw die Trim Box in der PDF-Datei anhand der eingestellten
Seitengröße setzt. Wenn Druckermarkierungen aktiviert werden,
vergrößert CorelDraw automatisch die Bleed Box. |

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6) Die
Registerkarte [Erweitert] hat es nun in sich:
- Dokument-Überdrucken beibehalten: Unbedingt aktivieren. Eine pauschale
Angabe wie bei der Corel-Druckausgabe und beim Corel-EPS-Export ist beim
PDF-Export nicht vorgesehen. D. h. aber auch, dass jedes
entsprechende Objekt im CorelDraw-Job mit den Überdrucken-Attribut
versehen worden ist.
- OPI-Verkn. beibehalten: Nur aktivieren, wenn wirklich ein richtiges
OPI-System Verwendung findet.
- Farbverwaltung
1) Alle Objekte ausgeben als: CMYK (empfohlen)
Alle CMYK-Objete werden ohne Änderung ausgegeben. RGB-Objekte werden in
den CMYK-Farbraum überführt, und zwar nach den Vorschriften des unter
"ICC-Profil zuweisen" (s. Abb. 6) eingestellten Profils. Ist
dort kein Häkchen gesetzt, wird immer nach dem in der
Farbverwaltung eingestellten Auszugsdruckerprofil verfahren. Ist
Farbverwaltung gänzlich ausgeschaltet (Corel-Menü [Extras]
[Farbverwaltung]), dann liegt der Farbraum-Transformation das
"Interne RGB" von Corel (einstellbar in der Farbverwaltung)
zugrunde. Auf jeden Fall werden RGB-Daten in den CMYK-Farbraum
überführt.
2) Alle Objekte ausgeben als: RGB
Alle CMYK-Objekte werden in den RGB-Farbraum überführt in Abhängigkeit
von den Einstellungen in der Corel-Farbverwaltung.
3) Alle Objekte ausgeben als: Graustufen
Alle Objekte werden in Graustufen ausgegeben. Empfohlen: Farbverwaltung
ausschalten. Schwarze CMYK-Objekte werden dann zu RGB-Schwarz.
4) Alle Objekte ausgeben als: Programmeigen (Diese Möglichkeit ist in
CorelDraw9 nicht vorhanden!)
In diesem Fall werden alle Objekte in dem Farbmodus ausgegeben, in dem sie
importiert bzw. angelegt wurden.
Wer (farb)sicher gehen will, sollte auf eine
Farbmodus-Änderung beim PDF-Export verzichten und seine Daten einheitlich
im einem Farbraum anlegen (d.h. wiederum für den Offset-Druck:
CMYK).
- Farbverlaufsstreifen: 256. Wird eine
InRip-Farbseparation auf einem PostScript 3-Gerät durchgeführt, spielt
diese Einstellung keine Rolle. Das gilt aber nur für die Version 10 in
Verbindung mit dem Kompatibilitätseinstellung Acrobat 4.0 (s. Reiter
Allgemein, Abb. 2). CorelDraw9 setzt die PDF-Spezifikation 1.3 in Bezug
auf Farbverläufe nicht um, so dass in diesem Fall die maximal mögliche
Anzahl von 256 Farbverlaufsstreifen eingesetzt werden sollte.
– EPS-Dateien: PostScript
Diese Einstellung betrifft in CorelDraw plazierte EPS-Dateien. Ist hier
nur "Vorschau" angewählt, wird auch nur die Vorschau (also
i.d.R. ein TIFF-Bildchen) und nicht der eigentliche PostScript-Code
übernommen. Also: PostScript wählen! |

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7) [Probleme]?
Auf dieser Registerkarte werden eventuell aufgetretenen Probleme von
CorelDraw automatisch aufgeführt. Die Vorgaben dazu lassen sich
individuell konfigurieren. |

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8) Zurück zur
Registerkarte [Allgemein] und den PDF-Stil für zukünftige Exporte
speichern.
Eine Kontrolle im Acrobat/Adobe Reader
sollte nun noch obligatorisch sein, um vielleicht
"durchgerutschte" Fehler aufzuspüren. |
Tipps&Tricks-Übersicht +++ Letzte Änderungen:
2004-07-14
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